„Wer glaubt, zittert nicht!“ – so sagt es ein Wort von Papst Johannes XXIII., das sich gut anhört, aber schwer zu leben ist.
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„Wer glaubt, zittert nicht!“ – so sagt es ein Wort von Papst Johannes XXIII., das sich gut anhört, aber schwer zu leben ist.
Es ist ein Grundmuster der Erwählung, dass die Bereitung eines Einzelnen immer durch das Gebet vorbereitet wird. Jesus selbst betet intensiv, die ganze Nacht, bevor er die Jünger erwählt, so dass sich das Herz des Gerufenen öffnet und er sich zur Verfügung stellt.
Die Rede vom „dreifaltigen“ Gott ist selbst für viele Christen nicht gefüllt. Jede Religion sei doch gleich und wir glaubten doch schließlich alle an den gleichen Gott! Wenn aber der Schöpfer des Menschen in sich Vater und Sohn und Heiliger Geist ist, wo sich der eine an den anderen verschenkt, dann findet auch der Mensch, als sein Abbild gedacht, nicht die Erfüllung in sich selbst. Das Lebensmotto „Zuerst ich – und dann lange nichts!“ macht den Menschen letztendlich nicht glücklich und lässt ihn unerfüllt, weil er nur als ein Sich-Verschenkender, ganz ausgerichtet auf das DU, zu sich selbst findet. Wer vom dreifaltigen Gott redet, redet zugleich auch von der Erfüllung des Menschen in der Liebe und in der Hingabe.
Die Gebote zu befolgen ist die Minimalforderung, der Heilige Geist aber möchte den Maßstab der Liebe setzen, um uns ins Unendliche zu weiten.
Der Heilige Geist ist das Lied der Liebe, das der Vater dem Sohn und der Sohn dem Vater singt. Der Heilige Geist ist der Kuss der Liebe, den sich Vater und Sohn einander geben, und der Heilige Geist ist das Lied der Liebe, das Vater und Sohn gemeinsam in diese Welt hineinsingen.