• Was mich trägt und hält... - eine Auslegung zum Evangelium Podcast

    Die Mitte ist die Eucharistie

    Es ist anstößig, was Jesus über sich sagt, dass er das Brot sei und dass er sein Fleisch zu essen gebe – nicht nur damals war es so, als Juden das Wort vom Brot selbstverständlich mit dem Manna in der Wüste verknüpften und mit dem Lamm, dessen Fleisch in der Nacht der Befreiung gegessen worden war. Wenn aber Johannes dieses Wort genau in die Mitte seines Evangeliums stellt und der wichtigste Satz dieser sogenannten „Brotrede“ wiederum in der Mitte des Textes steht, macht er deutlich, dass hier etwas so Wesentliches ausgesagt wird, dass er sogar darauf verzichten kann, später die Worte des  letzten Abendmahls wiederzugeben. Für ihn gipfelt das erste Wort am Anfang seines Evangeliums, dass das Wort Fleisch geworden ist, darin, dass nun Jesus selbst unser Fleisch annehmen kann, indem er Speise wird, die neues Leben schenkt.

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    Wo einer alles gibt, kann Gott alles tun

    So wie das Wunder des Weines, der nicht zu Ende ging, unter der Mitwirkung der Mutter – Maria – geschehen ist, so geschieht hier das Wunder des Brotes, bei dem alle satt werden, unter der Mitwirkung der Jünger. Anders als in Kana bei der Hochzeit ist es Jesus selbst, der auf die Jünger zugeht und sie fragt, ob sie der Not abhelfen können. Da sie nichts bei sich haben und nur auf einen kleinen Jungen verweisen können, ist es am Ende er, von dem das Wunder seinen Ausgang nimmt. Er, der kleine Juge, gibt mutig alles, was er hat, er stellt alles zur Verfügung und hält nichts zurück. Voll Vertrauen legt er alles Jesus in die Hände, der das aufrundet, was fehlt, um den Hunger so vieler zu stillen.


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    Die Seele baumeln lassen und Ruhe finden?

    Wenn Jesus mit seinen Jüngern an einen einsamen Ort fahren will, um ein wenig auszuruhen, erkennen wir uns in dieser Situation leicht wieder. Die Anforderungen waren hoch, vieles war zu tun und allen konnte man gar nicht gerecht werden und so lag es nahe, einmal die Einsamkeit aufzusuchen, um unter sich zu sein und wieder Kraft schöpfen zu können. So sollte es sein und so wäre es notwendig und sinnvoll, doch dann wird der Plan durchkreuzt. Die Menschen hören, dass Jesus in der Nähe ist und folgen ihm und er geht darauf ein! Die Jünger werden mit hineingenommen in die Situation der Anforderung und vielleicht sogar der Überforderung. Hier deutet sich der Kreuzungspunkt an zwischen eigenen Wünschen und den Bedürnissen der anderen, die, wie Jesus sagt, „keinen Hirten haben“ und Ihn brauchen. Er gibt sich hinein und zögert nicht, seinen Plan A, doch endlich einmal Ruhe zu haben, aufzugeben.

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    Was Kirche zur „Kirche“ macht

    In den Worten der Aussendung, die Jesus selbst seinen Jüngern mit auf den Weg gibt, lässt sich etwas von dem erkennen, was die Grundgestalt der Kirche ist. Es ist wie ein außerordentlicher und heiliger Moment, in dem Jesus den Jüngern, die er „zu sich ruft“, das sagt, was sie in seinem Namen von da an tun sollen: „Treibt die unreinen Geister aus, heilt Kranke“ oder wie es bei Markus heißt „Verkündet, das Himmelreich ist nahe!“. Und damit kann kein einmaliges Handeln sein, sondern es ist das, was fortan wesentliches und vorrangiges Tun der Kirche sein soll. Mit ganz konkreten Hinweisen weist er ihnen den Weg, wie sie sich verhalten sollen: immer zu zweit gehen, dort bleiben, wo sie aufgenommen werden und falls man sie nicht anhört, den Staub von den Füßen schütteln. Es ist auch ein Hinweis, wie die herausfordernde Aufgabe der Sendung Jesu heute gelebt werden muss: in gemeinschaftlichem Beten und Handeln, in der Treue zum eigenen Dienst und gleichzeitig die Mahnung zu neuem Aufbruch hörend, wenn es keine Fruchtbarkeit mehr gibt. 

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    Wenn Vorbehalte und Zurückweisung blockieren

    Jesus hat sich die Demütigung nicht erspart und den Jüngern nicht die Peinlichkeit, als er in der Synagoge von Nazareth durch die eigenen Leute ins Abseits gestellt wurde. Es war eine Ohnmachtserfahrung, als er merkte, dass er nichts für die Menschen dort tun kann, wenn sie ihm argwöhnisch und mit Vorbehalten begegnen. Neben den Erfahrungen und Zeichen seiner Macht, die dem Besuch in Nazareth vorausgehen,  steht dieses Ereignis, wo sie Jünger in die Erfahrung der Ohnmacht hineingenommen werden, als würden sie hineinwachsen in die Erfahrung des Kreuzes. Jesus kann nur wirken, wo sich ihm ein Mensch vertaruensvoll öffnet und wir dürfen uns die Frage stellen, ob er in meinem Leben wirken darf.

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