• Was mich trägt und hält... - eine Auslegung zum Evangelium Podcast

    Was die Kirche auch heute zur „Kirche“ macht

    In den Worten der Aussendung, die Jesus selbst seinen Jüngern mit auf den Weg gibt, lässt sich etwas von dem erkennen, was die Grundgestalt der Kirche ist. Es ist wie ein außerordentlicher und heiliger Moment, in dem Jesus den Jüngern, die er „zu sich ruft“, das sagt, was sie in seinem Namen von da an tun sollen: „Treibt die unreinen Geister aus, heilt Kranke“ oder wie es bei Markus heißt „Verkündet, das Himmelreich ist nahe!“. Und damit kann kein einmaliges Handeln sein, sondern es ist das, was fortan wesentliches und vorrangiges Tun der Kirche sein soll. Mit ganz konkreten Hinweisen weist er ihnen den Weg, wie sie sich verhalten sollen: immer zu zweit gehen, dort bleiben, wo sie aufgenommen werden und falls man sie nicht anhört, den Staub von den Füßen schütteln. Es ist auch ein Hinweis, wie die herausfordernde Aufgabe der Sendung Jesu heute gelebt werden muss: in gemeinschaftlichem Beten und Handeln, in der Treue zum eigenen Dienst und gleichzeitig die Mahnung zu neuem Aufbruch hörend, wenn es keine Fruchtbarkeit mehr gibt. 

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    Wenn Vorbehalte und Zurückweisung blockieren

    Jesus hat sich die Demütigung nicht erspart und den Jüngern nicht die Peinlichkeit, als er in der Synagoge von Nazareth durch die eigenen Leute ins Abseits gestellt wurde. Es war eine Ohnmachtserfahrung, als er merkte, dass er nichts für die Menschen dort tun kann, wenn sie ihm argwöhnisch und mit Vorbehalten begegnen. Neben den Erfahrungen und Zeichen seiner Macht, die dem Besuch in Nazareth vorausgehen,  steht dieses Ereignis, wo sie Jünger in die Erfahrung der Ohnmacht hineingenommen werden, als würden sie hineinwachsen in die Erfahrung des Kreuzes. Jesus kann nur wirken, wo sich ihm ein Mensch vertaruensvoll öffnet und wir dürfen uns die Frage stellen, ob er in meinem Leben wirken darf.

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    Heilung setzt Vertrauen voraus

    folgt…

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    Wer war Johannes der Täufer?

    Er muss eine eindrückliche und anziehende Gestalt gewesen sein, mit außergewöhnlicher Transparenz auf das Kommende, ein Mensch, ganz offen für Gott, der sich hat ansprechen lassen und der deshalb unzählige angesprochen hat.

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    Wo der Himmel sich in die Erde senkt – das Gleichnis vom Samen und vom Wachsen

    Es ist ein Lebensgesetz, das Jesus hier in den Mittelpunkt seines Gleichnisses vom Samen stellt, das unserem Empfinden diametral entgegensteht. Wenn wir im Alltag etwas planen und tun, dann gehen wir davon aus, dass wir mit unserem eigenen Einsatz und unserer Initiative ganz und gar dafür verantwortlich sind, ob etwas daraus wird. Wenn wir nur genug investieren, wird es schon  werden. So oder so ähnlich funktioniert unsere moderne Gesellschaft, in der alles auf Leistung und Machbarkeit angelegt ist. 

    Das Wachstum, von dem Jesus spricht, verläuft anders: säen und pflanzen muss man, der Anfang will gesetzt werden, aber das, worauf es vor allem ankommt, das Größer- und Reiferwerden und zur eigentlichen Gestalt gelangen, so wie ein Baum, in dem die Vögel des Himmels nisten und Leben entfalten, das geschieht in der Kraft eines anderen – und ganz im Verborgenen, nicht sichtbar und in der Geduld des Warten-Könnens.

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