• Was mich trägt und hält... - eine Auslegung zum Evangelium

    Ein leibfeindliches Christentum?

    Es ist eine ungeheure Horizonterweiterung, die Jesus den Jüngern hier in der Begegnung und in der Berührung mit seinem Auferstehungsleib schenkt.

    Schon im irdischen Leben Jesu zeigt sich, dass unser Leib zu einer größeren Herrlichkeit, ja, man könnte sagen, zur Schwerelosigkeit, berufen ist. 

    Wir sind wirklich zur Herrlichkeit berufen – aber nicht ohne unseren Leib!


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    Als Fragende auf dem Weg

    Jesus geht verborgen den Weg der Fragenden mit: weder macht er schnelle Lösungsvorschläge noch belehrt er sie von oben herab. Den Schmerz und die Fragen der Jünger, die aus Jerusalem fortgegangen sind, um das Weite zu suchen, nimmt er wahr, fragt nach ihnen und nimmt ihren Schmerz ernst. Am Ende offenbart er sich als derjenige, der sie nie verlassen hat!

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    In ein neues Licht getaucht…

    Gott macht alle Verheißungen wahr…

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    Das Kreuz zeigt uns den Vater

    „Herr, zeig uns den Vater!“, so hat Philippus Jesus gebeten. 

    Und nirgends als im Leiden und im Kreuz wird so deutlich, wer der Vater ist. „Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab.“, so deutet Paulus dieses Geschehen, für das es kein aussprechbares Wort gibt. Aber der Sohn ist kein Opfer, das nur erleidet, was andere ihm zufügen, der Rohheit und Gewalt ausgeliefert, wie sie schlimmer nicht sein können. Die Passion nach Johannes, die wir heute gehört haben, zeigt Jesus, wie er diesem Leiden entgegentritt und es durchträgt, in Freiheit und Souveränität, wie er der Kohorte von 200 bewaffneten entgegengeht, wie er vor Kaiphas dem Diener die Wahrheitsfrage zumutet, obwohl er selbst der Befragte sein müsste und wie er vor Pilatus dessen Macht relativiert. Jesus trägt, im wahrsten Sinne des Wortes, alles, was ihm widerfährt und trägt es für uns. Es gibt keine größere Würde, als wenn einer sein Leben für einen anderen verschenkt.

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    Impuls zur Karwoche

    Das Geschehen kurz vor dem Tod Jesu ist voller Gegensätze. Während die einen die Leute auffordern Jesus auszuliefern und hinterlistige Pläne schmieden, ihn gefangen zu nehmen, findet zeitgleich in einem Haus, vermutlich unter Freunden, ein Mahl statt, zu dem man Jesus einlädt. Und dort salbt eine Frau Jesus und trocknet seine Füße mit ihrem Haar. Sie zerbricht ein Alabastergefäß und lässt kostbarstes Nardenöl als Gabe ihrer Liebe über Jesus fließen. Der Duft durchströmt das ganze Haus. In einem anderen Haus, schon am Vorabend der Verurteilung kniet Jesus vor seinen Jüngern nieder und wäscht ihnen die Füße mit der Geste eines Sklaven. Währenddessen sinnt Judas, der anwesend ist, darüber nach, wo und wann er Jesus seinen Gegnern ausliefern wird. Und während er im Abendmahlsaal an seine Jünger seinen Leib und sein Blut verschenkt, wird das Kreuz sozusagen schon bereit gelegt, an dem sein Leib gebrochen und sein Blut verströmt wird. 

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