• Was mich trägt und hält... - eine Auslegung zum Evangelium

    Schlaue Hirten und dumme Schafe? – das Gleichnis vom guten Hirten

    Wenn Jesus von sich als dem Hirten spricht, dann meint er nicht, dass es einen klugen, intelligenten Vortsteher gibt und dahinter oder darunter diejenigen, die ihm sozusagen hinterhertrotteln! Nein, das Verhältnis, das Jesus hier vor den Augen seiner Zuhörer entfaltet, ist ein vertrautes und anspruchsvolles. Die Schafe kennen die Stimme des Hirten, und sie folgen ihm, weil sie wissen, dass sie ihm blind vertrauen können. Und der Hirte ist kein bezahlter Angestellter, der nur seinen Job tut. Auch er weidrum kennt seine Schafe und gibt alles für sie, auch sein Leben. Es ist ein enges Vertrauensverhältnis, das uns hier vorgestellt wird! Von Unterwerfung oder demutsvoller Unkenntnis weit entfernt! Auch wir sind eingeladen, Hirte für andere zu werden, indem wir der Spur dieses Hirten folgen.

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    Ein leibfeindliches Christentum?

    Es ist eine ungeheure Horizonterweiterung, die Jesus den Jüngern hier in der Begegnung und in der Berührung mit seinem Auferstehungsleib schenkt.

    Schon im irdischen Leben Jesu zeigt sich, dass unser Leib zu einer größeren Herrlichkeit, ja, man könnte sagen, zur Schwerelosigkeit, berufen ist. 

    Wir sind wirklich zur Herrlichkeit berufen – aber nicht ohne unseren Leib!


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    Als Fragende auf dem Weg

    Jesus geht verborgen den Weg der Fragenden mit: weder macht er schnelle Lösungsvorschläge noch belehrt er sie von oben herab. Den Schmerz und die Fragen der Jünger, die aus Jerusalem fortgegangen sind, um das Weite zu suchen, nimmt er wahr, fragt nach ihnen und nimmt ihren Schmerz ernst. Am Ende offenbart er sich als derjenige, der sie nie verlassen hat!

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    In ein neues Licht getaucht…

    Gott macht alle Verheißungen wahr…

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    Das Kreuz zeigt uns den Vater

    „Herr, zeig uns den Vater!“, so hat Philippus Jesus gebeten. 

    Und nirgends als im Leiden und im Kreuz wird so deutlich, wer der Vater ist. „Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab.“, so deutet Paulus dieses Geschehen, für das es kein aussprechbares Wort gibt. Aber der Sohn ist kein Opfer, das nur erleidet, was andere ihm zufügen, der Rohheit und Gewalt ausgeliefert, wie sie schlimmer nicht sein können. Die Passion nach Johannes, die wir heute gehört haben, zeigt Jesus, wie er diesem Leiden entgegentritt und es durchträgt, in Freiheit und Souveränität, wie er der Kohorte von 200 bewaffneten entgegengeht, wie er vor Kaiphas dem Diener die Wahrheitsfrage zumutet, obwohl er selbst der Befragte sein müsste und wie er vor Pilatus dessen Macht relativiert. Jesus trägt, im wahrsten Sinne des Wortes, alles, was ihm widerfährt und trägt es für uns. Es gibt keine größere Würde, als wenn einer sein Leben für einen anderen verschenkt.

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