• Was mich trägt und hält... - eine Auslegung zum Evangelium

    Wenn Vorbehalte und Zurückweisung blockieren

    Jesus hat sich die Demütigung nicht erspart und den Jüngern nicht die Peinlichkeit, als er in der Synagoge von Nazareth durch die eigenen Leute ins Abseits gestellt wurde. Es war eine Ohnmachtserfahrung, als er merkte, dass er nichts für die Menschen dort tun kann, wenn sie ihm argwöhnisch und mit Vorbehalten begegnen. Neben den Erfahrungen und Zeichen seiner Macht, die dem Besuch in Nazareth vorausgehen,  steht dieses Ereignis, wo sie Jünger in die Erfahrung der Ohnmacht hineingenommen werden, als würden sie hineinwachsen in die Erfahrung des Kreuzes. Jesus kann nur wirken, wo sich ihm ein Mensch vertaruensvoll öffnet und wir dürfen uns die Frage stellen, ob er in meinem Leben wirken darf.

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    Heilung setzt Vertrauen voraus

    folgt…

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    Wer war Johannes der Täufer?

    Er muss eine eindrückliche und anziehende Gestalt gewesen sein, mit außergewöhnlicher Transparenz auf das Kommende, ein Mensch, ganz offen für Gott, der sich hat ansprechen lassen und der deshalb unzählige angesprochen hat.

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    Wo der Himmel sich in die Erde senkt – das Gleichnis vom Samen und vom Wachsen

    Es ist ein Lebensgesetz, das Jesus hier in den Mittelpunkt seines Gleichnisses vom Samen stellt, das unserem Empfinden diametral entgegensteht. Wenn wir im Alltag etwas planen und tun, dann gehen wir davon aus, dass wir mit unserem eigenen Einsatz und unserer Initiative ganz und gar dafür verantwortlich sind, ob etwas daraus wird. Wenn wir nur genug investieren, wird es schon  werden. So oder so ähnlich funktioniert unsere moderne Gesellschaft, in der alles auf Leistung und Machbarkeit angelegt ist. 

    Das Wachstum, von dem Jesus spricht, verläuft anders: säen und pflanzen muss man, der Anfang will gesetzt werden, aber das, worauf es vor allem ankommt, das Größer- und Reiferwerden und zur eigentlichen Gestalt gelangen, so wie ein Baum, in dem die Vögel des Himmels nisten und Leben entfalten, das geschieht in der Kraft eines anderen – und ganz im Verborgenen, nicht sichtbar und in der Geduld des Warten-Könnens.

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    In Einheit mit Gott, mit uns selbst und untereinander

    Was Jesus über die Spaltung sagt, ist ein Wort, das ins Mark unserer Existenz, unserer Gemeinden und kirchlichen Gemeinschaften, ja sogar unserer Vereine und trifft: wenn ein Reich in sich gespalten ist, dann hat es keinen Bestand. Die Auslegung des heutigen Evangeliums (10. Sonntag) weist die Richtung zu einer neuen Einheit mit Gott und mit uns selbst, um inmitten alles Negativen, das um uns herum geredet wird, mit Stärke entgegenzutreten und in Widerständen standzuhalten.

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