• Was mich trägt und hält... - eine Auslegung zum Evangelium

    Ausgespanntsein auf Seine Wiederkunft

    Wir stehen immer in der Gefahr, angesichts dieser unglaublichen apokalyptischen Bilder, das Kommen des Herrn in weite Ferne zu rücken, meinend, dass das nicht eintreten kann, was wir uns nicht vorstellen können. Fast scheint die Welt in das Chaos zurückzusinken, aus dem sie einst hervorgegangen ist, weil die Kräfte der Schöpfung zuinnerst erschüttert werden.

    Jesus warnt nun seine Hörer vor einer doppelten Gefahr: die Zeichen der Zeit nicht zu erkennen und falschen Propheten nachzulaufen. Was er von uns erwartet ist eine innere Ausrichtung auf seine Wiederkunft, die schon begonnen hat!
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    Durch das Kleine bewirkt Gott Großes

    …folgt!

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    Uns lieben lassen und fähig werden, zu lieben

    Die Liebe hat eine wandelnde Kraft. Wo wir etwas in die Gottesliebe hineinstellen, da wird es nicht genommen, sondern gewandelt, und da,  wo ein Mensch in der Gottesliebe lebt und betet und liebt, da wird seine Liebe von Gott noch einmal vertieft, gewandelt, erneuert und geheiligt.

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    Wieder in die Spur kommen

    Die Begegnung mit Bartimäus ist mehr als eine Heilung, sie ist vielmehr liebende Erwählung und Berufung. Am Anfang heißt es im griechischen Text von dem Blinden:

    „Er saß neben dem Weg“ – so etwas wie „er war beeinträchtigt“, oder wir könnten sagen, er war nicht in der Fülle des Lebens.

    Am Ende heißt es, er war „auf dem Weg“, wörtlich sogar „in“ dem Weg, er ist in Christus aufgenommen worden. Es geht nicht nur um Heilung, es geht vielmehr um Erwählung, um Berufung und Befreiung. 

    Auch das „Steh auf!“ ist auf eine tiefere Wirklichkeit zu beziehen, Es ist die innere Wirklichkeit einer Auferstehung.


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    Bleibende Begegnung – Jesus und Zachäus

    Die einzigartige Begegnung mit Zachäus bringt das Wesen der Kirche zum Ausdruck, wenn Jesus hier sagt: „Heute ist es mir nötig, in Deinem Haus zu bleiben!“ – Letztlich will der Herr nicht nur ein gewöhnlciher Gast sein, einer, der am Ende wieder geht, sondern es soll eine bleibende Begegnung sein, die das ganze Leben des Zachäus fortan prägt und verwandelt. Es ist das Wesen der Kirche, dass wir selbst ein Ort werden, wo wir Gott aufnehmen und dabei selbst die Aufgenommenen werden. 

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