Urteilen, aber nicht verurteilen

Unser eigenes „Brett vor‘m Kopf“ ist so etwas wie der „Balken“ von dem Jesus im heutigen Evangelium spricht:

Das Wort vom „Balken im eigenen Auge“, den man zunächst sehen soll, verbietet es uns nicht, uns ein Urteil zu bilden, um zu sehen, was gut und was böse ist. Aber es gebietet uns, wahrzunehmen, dass unser Blick verstellt und oft getrübt ist und wir uns selbst und unsere Fehler mit einem anderen Maßstab messen, als wir es bei anderen tun. Wer aber seine eigene Realität mit klarem Blick sieht, wird auch die Realität des anderen mit Liebe und Barmherzigkeit sehen. Hier setzt das Gebot der brüderlichen Zurechtweisung an, das an anderer Stelle steht, wo Jesus sogar gebietet, einen anderen auf etwas aufmerksam zu machen, damit er sich korrigieren kann. Im tiefen Bewusstsein eigener Schuldhaftigkeit und Erlösungsbedürftigkeit wird das Urteil nie zur Verurteilung.


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