• Was mich trägt und hält... - eine Auslegung zum Evangelium

    Raum für Gott – Kirchenraum und Alltagsräume

    Wie die Weihe einer Kirche, die Aussonderung eines Raumes aus dem Alltäglichen, auch ein Bild für unser Leben sein kann, in dem es auch Räume und Zeiten geben muss, die nur Gott gehören, das legt P. Markus Johannes in seiner Predigt zum Kirchweihfest von Maria Linden (Ottersweier) dar. Wenn der Mensch keinen Raum mehr für Gott hat, dann geht er an sich selbst zugrunde, dann erstickt er an sich selbst. Wenn Gott keinen Raum mehr bei mir hat, dann schaue ich nicht mehr über den Tellerrand dieser Welt hinaus und muss herausholen, was die Welt und das Leben mir zu bieten hat, bis zum Letzten. Wenn Gott mir der ganz Andere sein darf, dem ich Raum gewähre, dann wird mein Leben, so wie der Kirchenraum, ein Tempel Seiner Gegenwart.

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    „Steh auf!“ – Predigt vom 9. Oktober 2016

    „Dass nur der eine zunächst zu Jesus kommt, bevor er zu den Priestern geht, zeigt etwas ganz Tiefes, nämlich dass Jesus der eigentliche Priester ist, vor dem ich mein Innerstes offenlege. (…) Nur dieser eine darf das Wort Jesu hören „…! – „Steh auf und geh!“, aber es meint nicht nur ein äußeres Aufstehen, es meint vielmehr eine innere Auferstehung. „Geh, wandle“, so könnten wir ein wenig freier übersetzen, „aus der Kraft der Auferstehung, aus der Kraft des neuen Lebens in Christus, aus der Kraft der Begegnung mit mir, die dich hat zu einem neuen Menschen werden lassen. Dein Glaube hat dir geholfen.“ 

    Und was ist mit den anderen neun, die auch geheilt wurden? 

    Sie haben alle ihre äußere Pflicht erfüllt. – Wir müssen acht geben, dass es uns nicht genauso geht.“

    (P. Markus Johannes)


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    Das Gleichnis vom unnützen Verwalter

    Im Gleichnis vom unnützen Verwalter, eines der „Skandalgleichnisse Jesu, wird davon gesprochen, wie einer, der Geld veruntreut hat, einen letzten Versuch unternimmt, „seine Haut zu retten“. Er weiß, wie wichtig es jetzt ist, da er am Ende ist, Freunde zu haben, die ihn tragen und halten.
    P. Markus Johannes Straubhaar legt den Text des Evangeliums aus.
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    Nichts und niemanden zum Götzen machen

    Gottes- und Nächstenliebe schließen sich nicht aus. Im Gegenteil. Gott mehr zu lieben, bedeutet von sich selbst Abstand zu gewinnen und frei zu werden.

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    Einbezogen ins Leiden

    Es ist ein feierlicher Moment, in dem Jesus seine Jünger fragt, für wen sie ihn halten, und sie werden aufgefordert, sich zu ihm bekennen. Sie waren schon eine Weile mit ihm unterwegs und hatten ihn erlebt, wenn er Kranke heilt, wenn er das Wasser in Wein verwandelt, wenn er Sünden vergibt und Dämonen austreibt. Es ist auch ein Wendepunkt, da Jesus ab diesem Moment die Jünger in sein Leiden einzubeziehen beginnt, indem er ihnen das Leiden ankündigt. Er enthüllt sozusagen den Heilsplan vor seiner Kirche.

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